Okt
11
Meine Frau und ich haben uns einen lange gehegten Wunsch erfüllt: Familienurlaub pur, von dem die beiden Kinder und wir gleichermassen etwas haben (und auch der Hund natürlich).
Unsere Lösung: Ein geliehenes Reisemobil.
Um bei unserer Premiere keine Platzangst aufkommen zu lassen, haben wir uns für ein 6-Personen-Mobil von Eura Mobil mit grossem Alkoven entschieden (von Reisemobile Franke). Eine gute Wahl. Die Kinder hatten massig Platz im Alkoven, wir ein riesiges Bett über der Heckgarage und der Hund nachts genug Platz zum Ausstrecken. Kühlschrank, Gefrierfach, Gasherd, Bad - alles vom Feinsten.
Als Ziel hatten wir uns die Ostseeküste der nicht mehr ganz so neuen Bundesländer auserkoren.
Der Freitag (2. Oktober 2009) begann aber erstmal stressig: Beide bis mittags arbeiten, um 12:00 schnell das Mobil abholen, Kinder nach der Schule abfertigen, Mobil beladen. Von den 3 Tagen Vorbereitung, die an meiner Frau hängen blieben, schreibe ich mal besser nicht.
Um 16:08 ging es dann endlich los - noch nicht sonderlich entspannt und mit Regenwetter. Vor uns lagen rund 1100 Kilometer in 7 Tagen.
Ab hier folgt ein kleiner Reisebericht und einige Bilder von der Fahrt:
Tag 1, Freitag: Henstedt-Ulzburg
Erste Entspannung kam dann nach etwa 2 Stunden auf: Im Snowdome in Bispingen haben wir einen Zwischenstopp gemacht, um uns etwas in Urlaubsstimmung zu bringen. Klappte hervorragend - trotz Regen.
Ziel am Abreisetag war die Gemeinde Henstedt-Ulzburg nördlich von Hamburg, um der Familie meines Bruders einen Besuch abzustatten. Strom für das Mobil war schnell gelegt, das Essen war fertig (und lecker), die Stimmung war gut. Ein (halber) erster Urlaubstag ging mit der ersten Übernachtung im Reisemobil erfolgreich zu Ende.
Tag 2, Samstag: Boltenhagen
Und diese erste Übernachtung war eine Überraschung: Dank doppeltem Fussboden haben wir alle hervorragend und warm geschlafen - ohne Heizung, trotz Regenwetters und lausiger Aussentemperaturen.
Nach einem kräftigen Frühstück ging die eigentliche Reise los. Ziel des zweiten Tages war die Wismarer Bucht. Der eigens angeschaffte ADAC-Führer für Reisemobile empfahl uns einen Stellplatz in Boltenhagen, den wir auch stur ansteuerten. Ausser uns waren auf dem Stellplatz fast nur Dauercamper, kaum Wohnmobile. Der Platz war recht nett, das Wetter eher mies. Sogar Sturmwarnung war angesagt - aber am Ende alles halb so schlimm.
Und typisch Anfänger: Prompt ist uns die Toilette übergelaufen. Schwer einzuschätzen, was da so reinpasst
Tag 3, Sonntag: Wismar, Insel Poel und Pepelow
Nach einer weiteren kuscheligen Nacht im Mobil ging es weiter richtung Wismar. Dort gab es nur einen kurzen Spaziergang im Hafen (mit einem beeindruckenden Angebot an Fisch, der direkt von den Schiffen aus verkauft wurde).
Schnell zog es uns weiter zur Insel Poel. Von dem dortigen Stellplatz waren wir allerdings wenig erbaut - also bloss weiter nach Pepelow.
Pepelow bietet einen direkt am Wasser gelegenen, naturbelassenen Platz mit vielen Bäumen, guten Sanitäreinrichtungen und schöner Umgebung - und es war wenig los. Natur pur. Leider haben wir dort keine Fotos gemacht
Tag 4 und 5, Montag, Dienstag: Bad Doberan, Warnemünde, der Darss, Zingst
Am nächsten Tag ging es im strahlenden Sonnenschein zunächst weiter nach Bad Doberan. Dort sind wir kurz mit der Molli nach Heiligenhafen zu einem Spaziergang gefahren. Der "Goldene Oktober" hat an diesem Tag seinem Namen alle Ehre gemacht.
Weiter ging es nach Warnemünde - auf Empfehlung einer Ladenbesitzerin wollte sich Sohnemann dort unbedingt einen neuen Drachen mit 1,70m Spannweite kaufen. Und wir hatten tatsächlich Erfolg: Nach einer kurzen Radtour in die Innenstadt von Warnemünde haben wir den Laden und den ersehnten Drachen tatsächlich gefunden.
Dann weiter nach Zingst. Wunderschöner Ort. Netter, aber trotz Nebensaison sehr voller Standplatz. Das Wetter und die Umgebung waren aber so eindrucksvoll, dass wir hier das erste Mal zwei Nächte am Stück geblieben sind. Die Fahrräder kamen endlich mal richtig zum Einsatz.
Auch der Hund hatte übrigens bei dem Wetter seinen Spass: Langer Hundestrand, nette Hündinnen. Und die Ostsee hat er auch fast ausgesoffen
Tag 6, Mittwoch: Rügen, Prora, Sellin
Der Mittwoch war nicht ganz so sonnig, aber gut auszuhalten. Wir brachen auf nach Rügen.
Nach einem kurzen Abstecher nach Prora (hatte man uns extra empfohlen - wir waren eher enttäuscht) sind wir weiter nach Sellin - wo wir dank Reiseführer einen netten und sauberen Stellplatz fast mitten im Ort gefunden haben. Schönes Städtchen mit klasse Stränden. Der Wald direkt am Stellplatz lud förmlich zu langen Spaziergängen mit dem Hund ein.
Tag 7, Donnerstag: Rambin, Stralsund, Verchen am Kummerower See, Waren
Auf der Rückfahrt von Rügen haben wir kurz Rast in Rambin gemacht. Ein alter Bekannter war vor einigen Monaten von Hannover nach Altefähr gezogen - und das war die Gelegenheit, ihn mal wiederzutreffen und Käffchen zu trinken. Grüße an Frank Schaddach (ex 2:2437/56@fidonet)
Hier einige Eindrücke von der Rügenbrücke, bevor wir Rügen verlassen:
Nächstes Ziel war Waren an der Müritz. Auf dem Weg dorthin sind wir spontan einem Schild zum Kummerower See gefolgt - und fanden uns nach paar Kilometern grottenschlechter Straße in einem urigen Dörfchen wieder, wo wir direkt am Hundestrand am Kummerower See auf einem Haltestreifen Rast machen konnten. Zumindest landschaftlich sind die Einwohner von Verchen zu beneiden.
Tja, und das Schönste kommt mal wieder zum Schluss - wenn der Urlaub fast vorbei ist. Waren an der Müritz war die Perle dieses Urlaubs.
Spitzen-Stellplatz (Kamerun), wunderschöne Umgebung, tolle Altstadt, herrliches Sonnenwetter. Die direkte Umgebung des Stellplatzes bietet unheimlich viel für Familien mit Kindern (Schwimmbad, Pony-Hof, schöne Radwege bis direkt in die Altstadt, Hundebadestelle am See und einen großen Kletterpark mitten im Wald). Wäre der Urlaub nicht vorbei gewesen - hier wären wir gerne noch länger geblieben.
Tag 8, Freitag: Rückfahrt über Burg, Magdeburg
Tja, der Rückreisetag war lang. Tochter wollte nochmal reiten, Sohnemann in den Kletterwald - also Abreise in Waren erst gegen 13:30.
Kurze Rast in Magdeburg auf einem Autohof - der Gasherd muss ein letztes Mal für warmes Essen sorgen. Dann ging es weiter am Stück (mit ganz kurzem Aufenthalt bei den Schwiegereltern) bis nach Hause, 21:30 fielen wir ins Bett.
Tag 9, Samstag: Rückgabe des Reisemobils
9:00h aufstehen, 2 Stunden Reisemobil ausräumen und putzen, 11:30 Rückgabe
Fazit:
Ein wunderschöner Urlaub. Das war ganz sicher nicht der letzte Trip dieser Art.
Unsere Lösung: Ein geliehenes Reisemobil.
Um bei unserer Premiere keine Platzangst aufkommen zu lassen, haben wir uns für ein 6-Personen-Mobil von Eura Mobil mit grossem Alkoven entschieden (von Reisemobile Franke). Eine gute Wahl. Die Kinder hatten massig Platz im Alkoven, wir ein riesiges Bett über der Heckgarage und der Hund nachts genug Platz zum Ausstrecken. Kühlschrank, Gefrierfach, Gasherd, Bad - alles vom Feinsten.
Als Ziel hatten wir uns die Ostseeküste der nicht mehr ganz so neuen Bundesländer auserkoren.
Der Freitag (2. Oktober 2009) begann aber erstmal stressig: Beide bis mittags arbeiten, um 12:00 schnell das Mobil abholen, Kinder nach der Schule abfertigen, Mobil beladen. Von den 3 Tagen Vorbereitung, die an meiner Frau hängen blieben, schreibe ich mal besser nicht.
Um 16:08 ging es dann endlich los - noch nicht sonderlich entspannt und mit Regenwetter. Vor uns lagen rund 1100 Kilometer in 7 Tagen.
Ab hier folgt ein kleiner Reisebericht und einige Bilder von der Fahrt:
Tag 1, Freitag: Henstedt-Ulzburg
Erste Entspannung kam dann nach etwa 2 Stunden auf: Im Snowdome in Bispingen haben wir einen Zwischenstopp gemacht, um uns etwas in Urlaubsstimmung zu bringen. Klappte hervorragend - trotz Regen.
Ziel am Abreisetag war die Gemeinde Henstedt-Ulzburg nördlich von Hamburg, um der Familie meines Bruders einen Besuch abzustatten. Strom für das Mobil war schnell gelegt, das Essen war fertig (und lecker), die Stimmung war gut. Ein (halber) erster Urlaubstag ging mit der ersten Übernachtung im Reisemobil erfolgreich zu Ende.
Henstedt
Tag 2, Samstag: Boltenhagen
Und diese erste Übernachtung war eine Überraschung: Dank doppeltem Fussboden haben wir alle hervorragend und warm geschlafen - ohne Heizung, trotz Regenwetters und lausiger Aussentemperaturen.
Nach einem kräftigen Frühstück ging die eigentliche Reise los. Ziel des zweiten Tages war die Wismarer Bucht. Der eigens angeschaffte ADAC-Führer für Reisemobile empfahl uns einen Stellplatz in Boltenhagen, den wir auch stur ansteuerten. Ausser uns waren auf dem Stellplatz fast nur Dauercamper, kaum Wohnmobile. Der Platz war recht nett, das Wetter eher mies. Sogar Sturmwarnung war angesagt - aber am Ende alles halb so schlimm.
Und typisch Anfänger: Prompt ist uns die Toilette übergelaufen. Schwer einzuschätzen, was da so reinpasst
Boltenhagen
Tag 3, Sonntag: Wismar, Insel Poel und Pepelow
Nach einer weiteren kuscheligen Nacht im Mobil ging es weiter richtung Wismar. Dort gab es nur einen kurzen Spaziergang im Hafen (mit einem beeindruckenden Angebot an Fisch, der direkt von den Schiffen aus verkauft wurde).
Wismar
Schnell zog es uns weiter zur Insel Poel. Von dem dortigen Stellplatz waren wir allerdings wenig erbaut - also bloss weiter nach Pepelow.
Pepelow bietet einen direkt am Wasser gelegenen, naturbelassenen Platz mit vielen Bäumen, guten Sanitäreinrichtungen und schöner Umgebung - und es war wenig los. Natur pur. Leider haben wir dort keine Fotos gemacht
Tag 4 und 5, Montag, Dienstag: Bad Doberan, Warnemünde, der Darss, Zingst
Am nächsten Tag ging es im strahlenden Sonnenschein zunächst weiter nach Bad Doberan. Dort sind wir kurz mit der Molli nach Heiligenhafen zu einem Spaziergang gefahren. Der "Goldene Oktober" hat an diesem Tag seinem Namen alle Ehre gemacht.
Weiter ging es nach Warnemünde - auf Empfehlung einer Ladenbesitzerin wollte sich Sohnemann dort unbedingt einen neuen Drachen mit 1,70m Spannweite kaufen. Und wir hatten tatsächlich Erfolg: Nach einer kurzen Radtour in die Innenstadt von Warnemünde haben wir den Laden und den ersehnten Drachen tatsächlich gefunden.
Dann weiter nach Zingst. Wunderschöner Ort. Netter, aber trotz Nebensaison sehr voller Standplatz. Das Wetter und die Umgebung waren aber so eindrucksvoll, dass wir hier das erste Mal zwei Nächte am Stück geblieben sind. Die Fahrräder kamen endlich mal richtig zum Einsatz.
Auch der Hund hatte übrigens bei dem Wetter seinen Spass: Langer Hundestrand, nette Hündinnen. Und die Ostsee hat er auch fast ausgesoffen
Zingst
Tag 6, Mittwoch: Rügen, Prora, Sellin
Der Mittwoch war nicht ganz so sonnig, aber gut auszuhalten. Wir brachen auf nach Rügen.
Nach einem kurzen Abstecher nach Prora (hatte man uns extra empfohlen - wir waren eher enttäuscht) sind wir weiter nach Sellin - wo wir dank Reiseführer einen netten und sauberen Stellplatz fast mitten im Ort gefunden haben. Schönes Städtchen mit klasse Stränden. Der Wald direkt am Stellplatz lud förmlich zu langen Spaziergängen mit dem Hund ein.
Sellin
Tag 7, Donnerstag: Rambin, Stralsund, Verchen am Kummerower See, Waren
Auf der Rückfahrt von Rügen haben wir kurz Rast in Rambin gemacht. Ein alter Bekannter war vor einigen Monaten von Hannover nach Altefähr gezogen - und das war die Gelegenheit, ihn mal wiederzutreffen und Käffchen zu trinken. Grüße an Frank Schaddach (ex 2:2437/56@fidonet)
Rambin
Hier einige Eindrücke von der Rügenbrücke, bevor wir Rügen verlassen:
Stralsund
Nächstes Ziel war Waren an der Müritz. Auf dem Weg dorthin sind wir spontan einem Schild zum Kummerower See gefolgt - und fanden uns nach paar Kilometern grottenschlechter Straße in einem urigen Dörfchen wieder, wo wir direkt am Hundestrand am Kummerower See auf einem Haltestreifen Rast machen konnten. Zumindest landschaftlich sind die Einwohner von Verchen zu beneiden.
Verchen
Tja, und das Schönste kommt mal wieder zum Schluss - wenn der Urlaub fast vorbei ist. Waren an der Müritz war die Perle dieses Urlaubs.
Spitzen-Stellplatz (Kamerun), wunderschöne Umgebung, tolle Altstadt, herrliches Sonnenwetter. Die direkte Umgebung des Stellplatzes bietet unheimlich viel für Familien mit Kindern (Schwimmbad, Pony-Hof, schöne Radwege bis direkt in die Altstadt, Hundebadestelle am See und einen großen Kletterpark mitten im Wald). Wäre der Urlaub nicht vorbei gewesen - hier wären wir gerne noch länger geblieben.
Waren
Tag 8, Freitag: Rückfahrt über Burg, Magdeburg
Tja, der Rückreisetag war lang. Tochter wollte nochmal reiten, Sohnemann in den Kletterwald - also Abreise in Waren erst gegen 13:30.
Kurze Rast in Magdeburg auf einem Autohof - der Gasherd muss ein letztes Mal für warmes Essen sorgen. Dann ging es weiter am Stück (mit ganz kurzem Aufenthalt bei den Schwiegereltern) bis nach Hause, 21:30 fielen wir ins Bett.
Tag 9, Samstag: Rückgabe des Reisemobils
9:00h aufstehen, 2 Stunden Reisemobil ausräumen und putzen, 11:30 Rückgabe
Fazit:
Ein wunderschöner Urlaub. Das war ganz sicher nicht der letzte Trip dieser Art.


